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IFIS&IZ wünscht allen Muslimen ein gesegnetes Opferfest

IFIS&IZ gratuliert allen Musliminnen und Muslimen (arab.: ʿĪdal-aḍḥā;türk.: Kurban Bayramı) zum Opferfest und wünscht alles Gute sowie gesegnete und frohe Festtage im Kreise der Familien, Freunde und Mitmenschen.

Das viertägige Opferfest der Muslime ist eines der zwei höchsten islamischen Feiertage und bildet den Höhepunkt der Pilgerfahrt (ḥaǧǧ), welche nach islamischem Kalender im 12. Monat Ḏūl-Ḥiǧǧa vollzogen wird. Der Ursprung des Festes wird auf die göttliche Prüfung des Propheten Abrahams zurückgeführt. Dieser war von Gott dazu aufgefordert, seinen geliebten Sohn Ismael (Ismāʿīl) als Zeichen seiner Gottestreue und -hingabe als Opfer darzubieten. Da Vater und Sohn ihr Wort in völligem Gottvertrauen einhielten, gebot Gott ihnen Einhalt. So wurde ihnen im Gegenzug ein Opfertier geschickt, welches sie an Stelle Ismaels in voller Dankbarkeit im Bund ihrer Freunde und Bedürftigen opferten. Der Koran nimmt zu diesem Ereignis Bezug (vgl. Koran:37/101-111) und weist darauf hin, dass im Opfern des Materiellen die tiefere Bedeutung der Erlangung der Gunst und des Wohlwollen Gottes liegt: „Weder das Fleisch (eurer Opfertiere) wird Allah erreichen, noch ihr Blut. Was Ihn erreicht, ist eure fromme Ehrfurcht vor Ihm.” (Koran: 22/37)

Diese Geschichte trägt großen symbolischen Charakter für die Muslime, da sie verdeutlicht, dass es den weltlichen Dingen und Genüssen zu entsagen gilt. Um die Distanz zum Schöpfer zu verringern und die Gottesnähe zu erlangen, gilt es nach sufischer Lesart alle Hindernisse, die dazwischen stehen, zu überwinden und sie zu opfern.

In Erinnerung an die Propheten Abraham und Ismael sind alle Muslime, die finanziell dazu in der Lage sind, verpflichtet, zu dieser Zeit ein Tieropfer zu erbringen. Festtage dienen die Gemeinschaftlichkeit und Geschwisterlichkeit zu pflegen, die Grenzen zwischen reich und arm zu überwinden und andere an der eigenen Freude teilhaben zu lassen.
Mögen diese Tage Anlass dazu geben, diese zwischenmenschlichen Werte zu verinnerlichen und unserer gemeinschaftlichen Verbundenheit und Verantwortung bewusst zu werden. In diesem Sinne wünschen wir allen ein freudenreiches Fest und beglückwünschen die Pilger zu ihrer Pilgerfahrt.

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